SchloR-Initiator_innen im Herbst 2018:

Guten Tag!

»Schöner leben ohne…?« kurz SchloR ist unser Name! Wir wollen ein selbstverwaltetes Wohn- und Kulturzentrum in Wien auf die Beine stellen. Unsere Zugänge sind unterschiedlich, dieser Traum eint uns aber. Und er wird nun in raschen Schritten immer konkreter. Ein Grundstück in Wien Simmering🌈 lässt unsere ❤❤❤ höher schlagen. Schon im Frühjahr 2019 wird es voraussichtlich soweit sein: Wir werden kaufen und damit die Immobilie dem freien Markt für immer entziehen! Dafür brauchen wir deine Unterstützung.

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SchloR im Modell

Das Grundstück in Simmering🌈

Auf dem über 3.000m2 großen Grundstück in der Rappachgasse besteht jetzt bereits eine 500m2 große Trainingshalle für Zirkus-, Aerial- und Tanzakrobat*innen. Nach dem Umbau wird es zusätzlich Gebäude mit rund 1.400m2 Nutzfläche geben. Diese bieten den Raum für das geplante Wohn- und Kulturzentrum. So werden dort in klimafreundlicher wie auch ökologischer Bauweise u.a. Ateliers, Proberäume und Werkstätten zur niederschwelligen Nutzung entstehen.

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SchloR jetzt durch Direktkredit unterstützen!

Jetzt durch Direktkredit unterstützen!

Lieber 1000 Freund*innen im Rücken als eine Bank im Nacken, lautet einer unserer Leitsprüche. Denn ein wesentlicher Pfeiler für uns sind Direktkredite. Das sind Darlehen von privaten Personen, die uns zwischen 500 Euro und maximal 50.000 Euro leihen. Geldgeber*innen und wir als Hausprojekt gehen dabei eine solidarische Kooperation auf Augenhöhe ein. Durch Direktkredite bekommen wir so verhältnismäßig günstige Darlehen. Wir sind so also unabhängiger von Banken und deren hohen Kreditzinsen. Für private Kreditgeber*innen stellen sie zugleich ein attraktives Anlageangebot dar. Bekommen diese doch von uns wiederum höhere Zinsen, als bei einer Bank üblich ist. Schlussendlich wissen Kreditgeber*innen bei uns ganz genau, was mit ihrem Geld passiert. So unterstützen diese ein gemeinwohlorientiertes Projekt, statt eine Bank. Eine Win-Win-Win-Situation also.

➡️Jetzt unterstützen und Direktkredit geben…

Unsere Mission

Mit dem Kauf des Grundstücks wollen wir dieses gemeinwohlorientiert nutzen, statt Profite damit zu machen. Wir wollen solidarisch miteinander wohnen und wirtschaften. Unser konkretes Ziel ist es, einen günstigen, nutzbaren und mitgestaltbaren Arbeits-, Kultur- und Wohnraum zu schaffen. Uns motiviert dabei nicht die Anhäufung von Besitz oder steigende Renditen. Denn wir sind Teil von habiTAT, dem Mietshäusersyndikat in Österreich. Unsere gemeinsame Mission? Wir wollen als konkrete Utopie einen ersten Schritt machen, um den aktuellen Mietenwahnsinn zu stoppen!

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Update Rappachgasse April 2019

Update zur Direktkreditkampagne:

Wie Euch wahrscheinlich aufgefallen ist, haben wir seit Ende des letzten Jahres die Deadline für die Direktkreditkampagne immer wieder verschoben und das hat etwas für Unklarheit gesorgt, was da bei uns los ist.

Mit Stichtag 14.04.2019 sind diese Woche genau 65.000 Euro von Euch an Direktkrediten dazu gekommen!!
➡️Wahnsinn!! Unsere stärkste Woche seit Kampagnenbeginn❤️❤️❤️ Touché!! ⬅️⬅️
Somit liegt der aktuelle Kontostand bei
1.128.408 Euro€!!

Zusätzlich haben wir satte 192.000 Euro in sehr verbindlichen Zusagen und Verträgen, da warten wir allerdings noch auf die Überweisungen.
Effektiv sind das schon weit über 1,3mio Euro, das bedeutet aber auch, dass wir bis Monatsende noch knapp 200.000 Euro an Direktkrediten brauchen, also weiterhin 🔥🔥knapp 100.000 pro Woche!! 🔥🔥

Wie immer bekommt jede Woche eine*r unserer Unterstützer*innen ein selbstgemachtes Gimmick aus unserer Glasbläserei. Die wöchentlichen Gimmicks werden auf Facebook, Instagram und Twitter veröffentlicht.

Update zu den rechtlichen und tatsächlichen Hintergründen:

Die Zusammenarbeit mit den Behörden hat einige Herausforderungen für uns mit sich gebracht, die wir hier kurz schildern wollen. Wir ihr ja wisst machen wir das hier alles ausnahmslos in unserer Freizeit und niemand hat bisher auch nur einen Cent für diese wirklich umfangreiche Beschäftigung (zw. 5h und 35h pro Woche pro Person) bekommen. Das heißt aber auch, dass wir mitunter länger brauchen, um die Hintergrundinformationen zu bekommen und zu verstehen, weil uns die fachliche Ausbildung dazu fehlt. Wir sind Sozialarbeiter*innen, Ärzt*innen, Forscher*innen, Soziolog*innen, Pädagog*innen, Kindererziehende und Handwerker*innen. Niemand von uns war bisher konfrontiert mit Baustatik, Kampagnenmarketing, Hoch- und Tiefbau, weiterführendem Vereins- und Unternehmensrecht, Liegenschaftsverwaltung, Wiener Bauordnung, etc.. Auch das hat einiges an Zeit und Aufwand bedeutet, um diese Kenntnisse zumindest überblicksweise zu erlangen.

So nun zu den eigentlichen rechtlichen Herausforderungen:

Wir müssen ja im Zuge der Bauplatzschaffung unter anderem einen Grundstücksstreifen der Stadt Wien im hinteren Grundstücksbereich für ca 62.000 Euro netto zukaufen sowie einen weiteren im vorderen Bereich unentgeldlich abtreten. Dieser Prozess beinhaltete unter anderem die Neuvermessung der Liegenschaft durch eine Fachfirma und die behördliche Bewilligung dieser Verfahrensschritte. Aufgrund von Missverständnissen, Krankenständen und etwas unflexiblen Behördenstrukturen hat sich dadurch der gesamte Einreichungsprozess für die Planunterlagen unverhältnismäßig nach hinten verschoben. Wir hatten beispielsweise im Herbst 2018 die Zusage bekommen, dass der Kauf des Grundstücksstreifens bereits mit November des Jahres 2018 vom Gemeinderatsausschuss beschlossen werden kann und jetzt haben wir April 2019 und die Unterlagen sind noch nicht einmal dem Gemeinderatsausschuss vorgelegt worden. Das hat uns zum Einen etwas mehr Zeit gegeben für die Kampagne (siehe oben), zum Anderen aber auch viel Zeit gekostet und führt wohl auch dazu, dass wir dieses Jahr keine endgültige Baubewilligung nach §70 Wiener Bauordnung mehr bekommen werden. Das bedeutet dadurch auch, dass die für Spätsommer geplante Aufstockung des Werkstättentrakts wahrscheinlich nicht mehr zu schaffen sein wird. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Mal als kleinen Überblick ein paar der bis dahin beteiligten Stellen auf unserem Weg:)

MA21, MA36, MA37, MA49, MA64, MA69, Wiener Stadtwerke/Einbautenmanagement, ÖBB-Streckenabschnittsverwaltung, Erd- und Grundbauinstitut, Vermessungstechnik, Steuerberatung, Ziviltechnik im Bereich Architektur, Baustatik, Bauphysik und Haustechnik, Anwaltskanzlei, Notariat und viele mehr..

Update zur Finanzierung:

So schauen die aktuellen Eckpunkte unserer Finanzierung aus:

  1. Direktkreditkampagne zum Kauf der Liegenschaft sowie des angrenzenden Grundstücksstreifens (Stadt Wien),  Kaufnebenkosten und Planungskosten: Deadline: 30.04.2019 mit Finanzierungsschwelle: 1,5mio Euro
  2. Direktkreditkampagne zur Finanzierung der Hallendämmung und laufenden Kosten: Deadline: 30.09.2019 mit Finanzierungsschwelle 1,7 mio Euro (also 200.000 Euro)
  3. Baukostenfinanzierung: die restlichen 2,1mio Euro wollen wir über einen Bankkredit finanzieren und verhandeln dazu bereits mit unterschiedlichen Banken über die Konditionen. Deadline: Baubeginn
Open House am 12. Jänner 2019

Review: Open House @Rappachgasse Jänner 2019

Am Samstag, den 12.01.2019 hatten wir unser erstes Open House am Ort unseres Begehrens. Kurz & knapp: es war überwältigend. Es gab viele spannende Rundgänge gemeinsam mit unserer Architektin Gabu Heindl . Und viele tolle und vor allem motivierende Gespräche, die wohl auch zu dem einen oder anderen neuen Direktkredit geführt haben. Yeah! 🥳

(more…)

Statement zu den Konflikten auf dem Gelände

Hiermit möchten wir unsere Haltung zu dem Konflikt zwischen dem aktuellen Eigentümer der Rappachgasse M. und dem ehemalig hier ansässigen Nutzer H. offenlegen:

Wir als Gruppe haben die Rappachgasse im Sommer 2016 auf willhaben.at gefunden und unmittelbar im Anschluss daran das Objekt erstmalig besichtigt. Das Objekt wurde als bestandsfreie Immobilie angeboten. Bei unserer ersten Rappachgassen-Besichtigung war H. einer von mehreren Nutzer*innen von Bestandsräumlichkeiten am Gelände. Als wir ihm von unseren Plänen erzählt haben, war seine Reaktion zu diesem Zeitpunkt ausnahmslos uninteressiert und ablehnend.

Im Verlauf der fortgeschrittenen Verhandlungen mit dem Eigentümer gab es weitere unsererseits initiierte Treffen mit H. sowie Anfragen an ihn via Mail. Mails wurden nicht beantwortet, bei den Treffen mit ihm äußerte er keinerlei Bereitschaft eine gemeinsame Lösung zu finden. Im Gegenteil- im Verlauf dieser Gespräche wurde H. zunehmends übergriffig in seiner Ausdrucksweise, so dass auch unser Eindruck mit ihm eine Lösung zu finden oder der Versuch zu unternehmen, ihn ins Kollektiv einzugliedern unrealistisch wurde.

Wir haben intern lange überlegt, wie wir mit dieser Situation umgehen können. Im Verlauf dieser Überlegungen hat H. sein Übriges dafür getan, dass wir diese Überlegungen abgeschlossen haben. Nachdem der Eigentümer der Rappachgasse sich im Vorfeld eines anstehenden Rechtsstreits mit H. auf einen außergerichtlichen Vergleich geeinigt hat und in diesem Zusammenhang auch eine größere Summe Geld den Besitzer gewechselt hat, ist die Angelegenheit eine, welche wir in der Verantwortung der Beiden belassen wollen. Für uns ist weder nachvollziehbar auf welcher Basis dieser Streit geführt wird, noch wer von den beiden im „Recht“ ist. Eine elegante Lösung sieht sicherlich anders aus.

Wir könnten die einfache Haltung vertreten: Wenn wir es nicht kaufen, dann kaufts halt ein/e andere*r. Das tun wir jedoch nicht und gehen einen Schritt weiter. Wir kaufen das Grundstück in dem Wissen, dass Konflikte ein Teil von allen größeren Projekten sind, und weil wir der Meinung sind, dass wir unsererseits aktiv und ernsthaft versucht haben, ihn als Nutzer der Räumlichkeiten in unsere Planung einzubinden und er das seinerseits in den Sand gesetzt hat. Wir gestehen ihm nicht automatisch das Privileg zu als erster dort gewesen und damit automatisch im Recht zu sein. Wir halten es nicht für sinnvoll und auch für rechtlich bedenklich, hier im öffentlichen Rahmen auf konkrete Details dieser Konflikte einzugehen. Wir halten aber dieses Statement aufgrund der hartnäckigen Gerüchte und emotionalen Diskussionen, die dazu im Umlauf sind bzw. geführt werden, für sinnvoll und notwendig. Wir sind darüber hinaus auch weiterhin bereit, uns im angemessenen Rahmen in Zukunft dieser Auseinandersetzung zu stellen.